Mein Weg war
nicht geradlinig
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich selbst nichts mehr zutraut. Und ich habe erlebt, was helfen kann, wieder Orientierung und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Beides prägt meine Arbeit bis heute.
Als Jugendlicher war ich eher Rebell als Musterschüler. Das Abitur habe ich geschafft – einen Plan für danach hatte ich nicht.
Mein Vater löste das auf seine sehr praktische Art: drei Wochen Früh- und Nachtschicht. Das hat meine Einstellung deutlich verändert.
Trotzdem brauchte ich Zeit, um herauszufinden, was zu mir passt. Während eines längeren Praktikums und der anschließenden Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem Automobilhersteller erlebte ich Rückschläge – und Situationen, in denen ich an meinen eigenen Fähigkeiten zweifelte.
In dieser Zeit lernte ich Ann kennen, meine heutige Frau. Sie hat mir nicht gesagt, welchen Weg ich gehen soll. Sie hat mir zugehört, mir etwas zugetraut und mich darin bestärkt, meinen eigenen Weg zu finden.
Und genau das gelang.
Ich schloss die Ausbildung sehr gut ab, studierte European Business Management mit einem Auslandsjahr in Finnland – ebenfalls mit sehr gutem Ergebnis.
Leistung zeigt nicht immer, was in einem Menschen steckt.
Manchmal braucht es Orientierung. Manchmal Vertrauen. Und manchmal ein Umfeld, in dem jemand die Chance bekommt, sein Potenzial überhaupt zu zeigen.
Was Führung mit Menschen machen kann
In meinem ersten Job habe ich erlebt, wie sehr Führung einen Menschen verunsichern kann. Meine damalige Chefin war fachlich kompetent, für mich aber schwer berechenbar. Kritik kam unerwartet, manchmal vor anderen.
Ich wurde vorsichtiger. Begann, Fehler zu vermeiden. Und traute mir immer weniger zu. Nach anderthalb Jahren kündigte ich.
Unberechenbarkeit, Kritik vor anderen, Fehlervermeidung. Ich machte mich klein.
Führungskräfte, die zuhörten. Die klar waren, ohne zu kontrollieren. Die mir Verantwortung übertrugen. Ich wuchs.
Besonders mein heutiger Chef hat mir gezeigt, wie viel Ruhe, Verlässlichkeit und Vertrauen in Führung bewirken können.
Führung beeinflusst nicht nur die Stimmung in einem Team. Sie beeinflusst, wie mutig Entscheidungen getroffen werden, wie viel Verantwortung übernommen wird und was sich Einzelne selbst zutrauen.
Genau deshalb schaue ich in meiner Arbeit nie nur auf den Einzelnen. Mich interessiert ebenso das Umfeld – und die Frage, welche Bedingungen Entwicklung fördern oder verhindern.
Warum ich Coach geworden bin
2018 kam eine persönliche Krise. Sie zwang mich, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen – ernsthaft, zum ersten Mal.
Ich musste lernen, Unterstützung anzunehmen. Ich beschäftigte mich mit meinen Werten, mit Meditation und Reflexion und mit der Frage, wie man den Fokus wieder auf das richtet, was man tatsächlich beeinflussen kann. Später nahm ich über einen längeren Zeitraum selbst Coaching in Anspruch.
Eines Tages fragte mich mein Coach, ob ich mir vorstellen könnte, selbst Coach zu werden.
Die Antwort war überraschend klar.
Ich ließ mich ausbilden und merkte schnell, wie sehr mich die Arbeit mit Menschen erfüllt. Heute coache ich nicht nur extern. Auch bei JUMAG, meinem derzeitigen Arbeitgeber, kommen Kolleginnen, Kollegen und Führungskräfte auf mich zu, wenn sie einen Sparringspartner brauchen.
Diese Verbindung ist mir wichtig: Ich erlebe Führung, Veränderung und Zusammenarbeit weiterhin selbst im Unternehmensalltag – und kenne gleichzeitig die Perspektive des Coaches.
Dabei habe ich gelernt, sehr aufmerksam für Zwischentöne zu sein. Mich interessiert nicht nur, was Menschen sagen, sondern auch, was noch nicht ausgesprochen wird.
Vielleicht liegt genau darin meine Stärke: Menschen sehr genau wahrzunehmen und gleichzeitig den Boden der betrieblichen Realität nicht zu verlieren.
Kurz zu mir
Ich verbinde Coaching mit eigener Erfahrung aus dem Unternehmensalltag.
Lernen wir uns kennen
Coaching ist Vertrauenssache. Deshalb steht für mich am Anfang kein Konzept, sondern ein Gespräch. Im Erstgespräch klären wir, was Sie aktuell beschäftigt und ob ich für Ihr Anliegen der richtige Sparringspartner bin.